Studie „Nacht in der Pflege“

Die  Deutsche Ärztezeitung berichtet über eine Studie „Nacht in der Pflege“ von Professor Dr. Christel Bienstein, Departmentleiterin Pflegewissenschaft an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke.

Drei Ergebnisse:  Hohe Belastung, wenig Qualität, hohe Zufriedenheit.

  1. Hohe Belastung: Danach sind die Nachtkräfte für durchschnittlich 51,6 Bewohner verantwortlich und versorgen pro Nacht im Schnitt tatsächlich 40,3 Bewohner, so der Ergebnisbericht der Studie – rein rechnerisch bleiben damit in einer Zehn-Stunden-Schicht pro Bewohner nicht einmal zwölf Minuten Zeit.
  1. Erhöhte Zufriedenheit der Nachtpflegenden stellte die Forscherin fest: Fast 35 Prozent schätzen zum Beispiel den besseren Bewohnerkontakt in den Nachtschichten. Viele bevorzugen auch die eigenen Zeiteinteilung und die autonome Arbeit in der Nachtwache.
  1. Wenig Qualität: die Professorin wird zitiert: „Es scheint im Nachtdienst nicht ein zu tiefes Verständnis von qualitativer Pflege zu geben.“ Sie stellte fest, dass im Rahmen der Befragung keine Idee von den Befragten mitgeteilt wurde, wie man eine Nachtgruppe aufbauen könnte für unruhige Bewohner.

Sie fordert deshalb außer mehr Personal auch Qualitätsprofile für die Nachtschichten.

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Ergebnisbericht der  Studie