Schulungsteams

Hans Dachs, Garmisch-Partenkirchen

Ich bin seit 2000 Betreuungsrichter am Amtsgericht Garmisch- Partenkirchen und bin von Anfang an dabei auf dem Werdenfelser  Weg.

 

Meine Motivation für die Unterstützung des Werdenfelser Weges beruht darauf, dass fixierende Maßnahmen einen erheblichen Eingriff in die körperliche Bewegungsfreiheit darstellen und nur dort gegen oder ohne den Willen des Betroffenen angewendet werden sollten, wo wirklich keine anderen Maßnahmen Erfolg versprechen. Dieses Bewusstsein sollte sich nach Möglichkeit in allen Pflegeeinrichtungen durchsetzen. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass  man für den Fall der  Pflegebedürftigkeit von Angehörigen oder der eigenen Pflegebedürftigkeit  einmal selbst davon profitieren könnte.

 Portrait_Hans_Dachs
Sylvia Silberzweig, München „Ich bin seit über drei Jahren Richterin für Betreuungs- und Unterbringungsverfahren im Amtsgericht München. Daneben schule ich für den TÜV Rheinland Verfahrenspfleger nach dem Werdenfelser Weg in ganz Deutschland. Seit November 2011 wird der Werdenfelser Weg im Amtsgericht München von den zuständigen 16 Richtern beschritten, wofür ich als Ansprechpartnerin fungiere. Im Zuständigkeitsbereich sind über 100 Seniorenheime und viele Demenzwohngemeinschaften angesiedelt. Die Fixierungsrate konnte in diesen Heimen seit Ende 2011 auf unter 7 % gesenkt werden.“Motivation:
„Das Seniorenheim ist oft das Zuhause im letzten Lebensabschnitt eines Betreuten. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Wohl des Betreuten ist wesentliche Voraussetzung für das Gelingen dieses Lebensabends. Er ist auf die Pflege oft psychisch und physisch voll und ganz angewiesen. Durch Abbau von Ängsten und Unsicherheiten mithilfe von Schulung, Kommunikation und Vermittlung der Erkenntnis, dass zwischen dem Gericht und den Pflegenden keine Gräben liegen, soll diese Zusammenarbeit gefördert und gestärkt werden. Ich freue mich darauf, einen Beitrag dazu leisten zu dürfen.“
 Sylvia Silberzweig
Heike Jurgschat-Geer, Mönchengladbach Examinierte Krankenschwester. Seit 1992 Managementerfahrung in der stationären und ambulanten Altenpflege als Bereichs- und Pflegedienstleitung. 1997 Studium der Betriebswirtschaftslehre, Diplom-Kauffrau (FH). Weiterbildung zum EFQM-Qualitätsassessor. Lehrbeauftragte der Fernhochschule Hamburg.Motivation:
„Gesundheit und ein gelingendes Altern sind der wahre Reichtum einer zivilisierten Gesellschaft. Dazu bedarf es gleichberechtigter Partner, die eigenverantwortlich und in gegenseitigem Respekt das Gesundheitssystem gestalten. Der Werdenfelser Weg ist ein Musterbeispiel und Vorbild für unbürokratische und praxistaugliche Lösungen auf dem Weg zur Inklusion und Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert. Es erfüllt mich mit Freude seit 2011 an der Verbreitung  dieser Idee mitarbeiten zu können.“
 Heike_Jurgschat-Geer
Isabelle von Heydebrand, Weilheim

Seit knapp acht Jahren bin ich engagierte und begeisterte Betreuungsrichterin am Amtsgericht Weilheim-Schongau. Als eine der Ersten habe ich zusammen mit meinen Kollegen den Werdenfelser Weg außerhalb von Garmisch-Partenkirchen erfolgreich im eigenen Landkreis eingeführt.

Das Besondere am Werdenfelser Weg ist für mich, dass mit einer relativ simplen Idee in relativer kurzer Zeit so erstaunlich viel bewirkt werden konnte: Nicht nur eine deutliche Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen, sondern ein echtes Umdenken in den Einrichtungen und eine Änderung der Pflegekultur.

 Portrait Isabelle Heydebrand
Ingrid Barth,
Köln
10 Jahre Leitungserfahrung in großen und kleineren Einrichtungen der Altenpflege. Dipl. Pflegewirtin (FH) und ausgebildete Krankenschwester. Seit 2008 aktiv an der praktischen Umsetzung des Werdenfelser Weg beteiligt.Motivation:
„Viele Wege führen nach Werdenfels. Der Pflegebedarf wird höher, und die Demenz nimmt zu und damit auch die Angst vor Stürzen, der häufigste Grund freiheitsentziehende Maßnahmen anwenden zu müssen.Die gegenwärtige Situation der Altenpflege stellt alle Seniorenheime vor immer neue Herausforderungen.

Ich möchte Impulse setzen und mit meinen Praxiserfahrungen über ein großes Spektrum von pflegerischen Maßnahmen und Möglichkeiten informieren und Alternativen aufzeigen.“

 Portrait_Ingrid__Barth
Jörg Kahl,
Grafenaschau
Diplom Pflegewirt (FH), seit 2010 Heimleiter des Ev. Altenpflegeheimes Haus Lindenhof der Hilfe im Alter gemeinnützige GmbH der Inneren Mission München.Kurzstatement:
„Bei der Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen ist vor allem die Kommunikation aller Beteiligten und damit einhergehend die Gewissheit der Mitarbeitenden, bei der Entscheidung für Alternativen nicht alleine zu stehen von großer Bedeutung.“ 
Jutta Ehinger, Garmisch-Partenkirchen Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, Dipl. Pflegewirtin (FH), seit 2006 als Pflegedienstleitung in einem Altenheim tätig.Kurzstatement:
„Die bewusste Reduktion freiheitsentziehender Maßnahmen ist ein Prozess. Voraussetzung zu Beginn ist die Haltungsänderung der Führungskräfte.“ 
 Portrait Jutta Ehinger
Peter Kugler,
Berlin
Fachkrankenpfleger Intensiv-/Anästhesie; seit 1979 Leitungserfahrung in Krankhaus, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen; Selbstständig seit 2003, Dozent, Betriebsberater, QuM-Auditor/-Manager (DEKRA);Pflegesachverständiger (TÜV) 2004; Schulmanagement f. Fort-/Weiterbildung Pflegender seit 2008.Kurzstatement:
Im „Werdenfelser Weg“ sehe ich eine „Bewegung“ die (längst überfällig) ein Umdenken, in der Umsetzung der Pflege und Betreuung, seitens aller Beteiligten mit sich bringen wird. Auch wenn die Idee in einzelnen Fällen manchmal nicht immer zu 100% umsetzbar ist, es dreht sich dabei schließlich um den Umgang mit Menschen, ist es absolut wichtig, alle noch so gering erscheinenden Möglichkeiten an Alternativen in Betracht zu ziehen und anzuwenden.Wenn Zeit und Alter ihren Tribut fordern bleibt nur noch die persönliche Freiheit. 

 

 Peter Kugler
Ekaterina Ell-Popova, Nürnberg

Frau Ekaterina Ell-Popova ist gelernte Altenpflegerin, Dipl. Psychogerontologin, Master of Social Management. Überwiegend beschäftigt sie sich mit rechtlichen Betreuungen. Seit 2010 führt Verfahrenspflegschaften nach dem „WW“ in Nürnberg. Sie hat eine Masterarbeit zum Thema „Qualitätsüberlegungen zur Tätigkeit des Verfahrenspflegers nach dem „WW“ verfasst. Seit 2007 ist sie als Honorardozentin an der Berufsfachschule für Altenpflege tätig.

Ekaterina Ell-Popova

Ekaterina Ell-Popova


Birgit Schwarz, Bayreuth

„Ich mache seit über 10 Jahren als Richterin am Amtsgericht Betreuungssachen. Mit der Vorstellung und Einführung des Werdenfelser Weges in Bayreuth wurde mir erst klar, wo die Ansatzpunkte sind, um allen am Verfahren Beteiligten mehr Freiheit zu geben.

 

 

Und je mehr Freiheit der pflegebedürftige Mensch hat, umso zufriedener ist er und umso zufriedener sind in der Folge Pflegende und Angehörige – und damit auch ich! “

 

 Portrait Birgit Schwarz