Handeln gegen den Willen – Freiheitsentziehende Maßnahmen  bei Demenz – Newsletter 3/2016 des Landesverbands der Alzheimer Gesellschaften NRWeV

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW lud am 19.7.2016 in den Landtag NRW zu einem Symposium mit Fachleuten ein mit dem Ziel, dass Patienten von Pflegeheimen nicht fixiert werden, wenn das vermeidbar ist. Bis heute würden immer noch zahlreiche Patienten fixiert – also per Gurt oder Bettgitter ans Bett gefesselt oder durch Medikamente sediert. Der Verband fordert, Maßnahmen zur Reduzierung in das Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten einzubeziehen, das reformiert werden soll. Ein Newsletter fasst die Vorträge des Tages zusammen.

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Psychosoziale Umschau 022015, S. 28 ff: Sebastian Kirsch: Der Werdenfelser Weg: gemeinsame Verantwortungsübernahme gegen Fixierungen

Die Anhörung findet im Einzelzimmer statt. Die ruhig verlaufende richterliche Anhörung neigt sich dem Ende entgegen. In diesem Moment springt er vom Bett und fängt zu schreien an: »Ihr wollt mich festbinden, ich lass mich nicht anbinden.« ADer Patient kriecht unter dem Bett bis an die Wand und er schreit immer weiter: »Ich lass mich nicht anbinden.« Die Situation eskalierte,der Patient war nicht mehr zu beruhigen. Panik allerseits. Nicht nur beim Patienten. Wer das einmal erlebt hat,den lässt es nicht mehr los.

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Heilberufe / Das Pflegemagazin 2015; 67 (3) S. 53: Manuela Sochiera  –  Fixierungen vermeiden

Manuela Sochiera prüft im Auftrag von fünf Amtsgerichten Pflegebedürftige, für die eine Fixierung beantragt worden ist. Inzwischen hat sie fast 500 Verfahren betreut und entsprechend viele Erfahrungen gesammelt. Sie sagt: „Mir fällt auf, dass die Berücksichtigung der individuellen biographischen Aspekte zu kurz kommt. Die Hintergründe von Verhaltensweisen werden selten hinterfragt. Genau hier liegt aber der Schlüssel für tragfähige alternative Vorgehensweisen“.

mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zeitschrift  Heilberufe / Das Pflegemagazin

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Bayerisches Ärzteblatt 12/2011

Das Bayerische Ärzteblatt 12/2011 berichtete vom Engagement des „Werdenfelser Wegs“ seit 2007 in Garmisch- Partenkirchen. Hauptziel ist es dabei, alle an der Pflege Beteiligten, wie die örtlichen Behörden, Justiz und Pflegeheime an einen Tisch zu bringen und nach einer Alternative zur Fixierung zu suchen.

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Ärztezeitung, 9.3.2015

Pflegekräfte fühlen sich „mutterseelenallein“ – Bei der Entscheidung über eine Fixierung wenden sich alle Verfahrensbeteiligten zumeist an die Pflegekraft. Über Alternativen wurde beim 13. Kölner Sozialrechtstag 2015 diskutiert.  Von Ilse Schlingensiepen

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Ärztezeitung vom 13.9.2012: Wegweisende Ideen im Gesundheitswesen

Zum neunten Mal ist der Janssen-Zukunftspreis verliehen worden. Die drei preisgekrönten Projekte zeigen, dass jeder Einzelne im Gesundheitswesen etwas bewegen kann.Die Initiatoren des „Werdenfelser Wegs“ etwa haben durch die Kommunikation zwischen den Beteiligten und einem rechtssicheren Verfahren dafür gesorgt, dass die Zahl der Fixierungen von Pflegeheim-Bewohnern drastisch nach unten gegangen ist.

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SchlHA 2014, 217-220;  Dr. Carsten Storf, RiAG:   „Werdenfelser Weg“ oder „Mehr Freiheit wagen!“

Der Autor stellt beide Konzepte vor, die jede Form von Fixierungen zu vermeiden versuchen und diese nur noch als aller letzte Lösung zulassen. Als erste alternative Gestaltungsmöglichkeit nennt der Autor den Werdenfelser Weg. Weiterhin erläutert er die aus dem Projekt „Mehr Freiheit wagen“ hervorgegangenen „Leitlinien FEM“ (Freiheitseinschränkender Maßnahmen).

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Deutsche Richter Zeitung vom Aug./Sep. 2009, S. 253-255: Sebastian Kirsch: Ein verfahrensrechtlicher Ansatz zur Reduzierung von Fixierungen  (Herausgegeben vom Deutschen Richterbund)

Die Mutter aller Aufsätze zum Werdenfelser Weg

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