Medikamente werden oft nicht als Fixierung angesehen

Unsere Fachtagung beschäftigte sich am 22. Juli 2016 mit der medikamentösen Fixierung in der Pflege. Hier habe sich ein Graubereich gebildet, in dem oft gar nicht geprüft wird, ob eine richterliche Erlaubnis für die Maßnahmen vorliegt, lautete eine der Kernaussagen des 4. Fachtages Werdenfelser Weg in München, zu der die beiden Begründer des Werdenfelser Weges, Dr. Sebastian Kirsch und Josef Wassermann, geladen hatten. Jeder dritte Pflegebedürftige erhalten ungeeignete Medikamente, ohne dass darüber innerhalb des Faches oder darüber hinaus eine Diskussion entstünde, sagte Josef Wassermann. Auch Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) äußerte sich zu dem Thema: „Zwar können Psychopharmaka für pflegebedürftige Menschen sehr hilfreich sein, wenn sie richtig und sinnvoll angewendet werden. Es gibt aber die Sorge, dass ruhiggestellte, apathische Bewohner das Bild vom Leben in Pflegeheimen prägen. Deshalb ist es mir ein Anliegen, dass über dieses Thema offen und sachlich diskutiert wird.“

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