Der Gesetzgeber hat mit § 1631b BGB eine Vorschrift geschaffen, mit der ab 1. Oktober 2017 freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kindern in Einrichtungen einer Genehmigung durch das Familiengericht bedürfen.

Die folgenden Unterseiten erläutern die einzelnen Aspekte dieser neuen Vorschrift ausführlich.

Falls Sie eine Hilfestellung für die Antragstellung benötigen, hier ein Antragsmuster zum download als Worddokument.Herunterladen

Bzw. Antragsmuster zum download im pdf-Format.Herunterladen

 

Am Donnerstag, den 15.3.2018 findet in der Campuskirche auf dem Gelände der katholischen Stiftungshochschule in München ein Fachtag zur Neuregelung der Genehmigungspflicht bei freiheitsentziehenden Maßnahmen für Kinder statt.

Foto: Jo Jonietz (GAPA-TV)

Wir versprechen auch hier viele interessante und hochkarätige Beiträge und Diskussionsrunden und Gelegenheit zu anregenden Gesprächen.

Wir planen einen multiprofessionell besuchten Fachtag vergleichbar den letzten Fachtagen zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen im Erwachsenenbereich, die in den letzten Jahren regelmäßig zwischen 300 und 400 Fachleute angezogen haben.

Foto: Jo Jonietz (GAPA-TV)

Wir befassen uns mit den verschiedenen Facetten des neu geschaffenen gerichtlichen Genehmigungsverfahrens, aber auch den Vermeidungsmöglichkeiten von Beschränkungen, mit dem Anspruch  einer multiprofessionelle Informationsveranstaltung, die alle beteiligten Gruppen zusammen bringen soll zum Austausch und zur gemeinsamen Erörterung.

Einrichtungsleitungen, Fachleute aus Pflegeberufen, Ärzte, Sachverständige, Familienrichter und Jugendamtsmitarbeiter und Verfahrensbeistände sollen sich über die Anwendung der neuen Vorschrift informieren und austauschen können.

  • Wir beginnen mit einem Überblick über Entstehung und Neuregelung aus berufenem Munde.
  • Eine Mutter eines Jungen mit Behinderung wird uns den elterlichen Blickwinkel vermitteln.
  • Wir planen für Einsteiger in die Materie eine kurze einfache Darstellung eines Verfahrensablaufs und der Entscheidungsabläufe nach § 1361 b Abs. 2 BGB. Was kann ein fachkundiger Verfahrensbeistand im Interesse des Kindes beitragen?
  • Wir befassen uns mit den Anforderungen in verschiedenen Einrichtungstypen, die bei mit der rechtlichen Materie in Kontakt kommen.
  • Wir suchen gemeinsam die Grenzziehung, wann eine (genehmigungspflichtige) Freiheitsentziehung  in „nicht altersgerechter Weise“ anzunehmen ist oder was noch (genehmigungsfrei) „altersgerecht“ sein kann.
  • Wir befassen uns mit dem Aspekt der Freiheitsentziehung durch Medikamente. Woran erkennt man, dass der Einsatz von Medikamenten nicht nur der Zustimmung der Eltern bedarf, sondern im Einzelfall als Freiheitsentziehende Maßnahme zudätzlich familiengerichtlich genehmigt werden kann ?
  • Wir führen eine gemeinsame Podiums-Diskussion zur Frage: Kann es eine körpernahe oder körperferne  oder medikamentöse Freiheitsentziehung aus pädagogischen Gründen geben, die zum Wohl des Kindes erforderlich sein kann?

Wir erhoffen uns bundesweite Teilnehmerschaft.

Bereits heute versuchen wir auf unserer Internetseite Informationen zur Thematik zu verbreiten und insbesondere nach dem Werdenfelser Weg arbeitende Verfahrenspfleger aus dem Erwachsenenbereich mit besonderen Befähigungen auch in Kindschaftsverfahren an die Familienrichter zu vermitteln http://werdenfelser-weg-original.de/fem-bei-kindern/verfahrensbeistaende-nach-dem-ww/.

Veranstalter wird die katholische Stiftungshochschule sein. Sobald das Programm in trockenen Tüchern ist und die Anmeldemöglichkeit besteht, erfahren Sie es hier.

Auf dieser Seite dazu in Kürze mehr!